16. Forstlicher Unternehmertag in Freising „Und morgen? Anregungen für eine strategische Unternehmensführung“

     

    Cluster Forst Holz Bayern

    Der Lehrstuhl für Forstliche Arbeitswissenschaft und Angewandte Informatik veranstaltete am 08. März 2012 auf dem Campus Weihenstephan den 16. Forstlichen Unternehmertag. Das Thema des Tages wurde in der spannenden Frage „Und morgen?“ zusammengefasst. Etwa 300 Teilnehmer kamen nach Freising, um sich „Anregungen für eine strategische Unternehmensführung“ zu holen. Die Veranstaltung wurde vom kommissarischen Leiter des Lehrstuhls für Forstliche Arbeitswissenschaft und Angewandte Informatik, Herrn Professor Reinhard Mosandl, eröffnet. Die Moderation wurde von Herrn Professor Walter Warkotsch übernommen, der nach seiner Pensionierung im März des vergangenen Jahres dem Lehrstuhl nach wie vor eng verbunden ist.

    Die Vortragsreihe eröffnete Harald Mack (Redaktion EUWID Holz und Holzwerkstoffe) mit einer Prognose zur Holzmarktentwicklung 2012. Für die Nadelstammholzmärkte zeichne sich bisher keine nachhaltige Entspannung ab. Die Nachfrage werde in Mitteleuropa bis auf weiteres höher sein als das Angebot aus regulärer Nutzung. Die Diskrepanz zwischen Rundholzbeschaffungskosten und Schnittholzerlösen sei in letzter Zeit immer deutlicher zu Tage getreten und verursache erhebliche Ertragsprobleme auf Seiten der Sägeindustrie. Ein weiterer Anstieg der Nadelstammholzpreise in der zweiten Jahreshälfte sei möglich, könne aber zu einer beschleunigten Konsolidierung innerhalb der mitteleuropäischen Sägeindustrie beitragen.

    Neben weiteren Vortragsthemen wie Rundholzvermessung wurde im Rahmen des Infoblocks aktuelle Belange in Kurzvorträgen präsentiert. Dr. Herbert Borchert (LWF) stellte z.B. die neue forstliche Unternehmer-Datenbank der LWF vor. Bei der Internetplattform, über die Waldbesitzer Forstunternehmen nach Einsatzgebiet, angebotenen Dienstleistungen, maschineller Ausstattung etc. ausfindig machen können, seien derzeit bereits über 500 Forstunternehmen registriert. Herbert Körner (DFUV e.V.) berichtete über aktuelle Entwicklungen im Deutschen Forstunternehmer-Verband. Arbeitsschwerpunkte lägen derzeit im Bereich des Vergaberechts und der Zertifizierung. Christian Kaul (TU München) stellte erste Ergebnisse aus der aktuellen Forschungsarbeit zum Einsatz elektronischer Lieferscheine beim Rundholztransport vor. Fehler im Informationsfluss ließen sich auf ein Minimum reduzieren. Der Schulungsaufwand für die Rundholzfrächter sei sehr gering und die ersten Rückmeldungen aus der Praxis überaus positiv.>

    Forstunternehmer Dietmar Reith betonte in seinem Beitrag zum Thema „Chancen und Risiken für Forstunternehmer nach einem Sturm“, dass regionales Handeln für ihn der wesentliche Bestandteil des unternehmerischen Erfolgskonzeptes sei. Die Vorteile einer tiefen lokalen Verwurzelung würden für ihn die Chancen des schnellen Geldes in der überregionalen Windwurfaufarbeitung überwiegen.

    Abgerundet wurde der Forstliche Unternehmertag durch eine interessante Fach- und Maschinenausstellung. Im Anschluss an die Vortragsreihe wurden die Diskussionen im Rahmen eines Stehempfangs der Gemeinschaftsinitiative „pro Holz Bayern“ weiter geführt. Viele Teilnehmer schätzen die Gelegenheit zur Kontaktpflege in der Branche, die sich in dieser Zusammensetzung nur am Forstlichen Unternehmertag in Freising trifft.

    Quelle: Pressemitteilung des Veranstalters - Autor: Christian Kaul

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