Herkunftszeichen AllgäuHolz

Zertifiziertes Holz aus Allgäuer Wäldern

Das Holzforum Allgäu vergibt ab dem 01.01.2017 das Herkunftszertifikat AllgäuHolz. „Nachhaltig aus dem Allgäu“ ist die Botschaft, die mit diesem Markenzeichen verbunden ist. Ziel ist die Bekanntmachung und Absatzförderung heimischer Holzprodukte und deren Folgeprodukte, die ihren Ursprung im Allgäu haben. Der Verbraucher soll anhand von Nachhaltigkeits-und Umweltgesichtspunkten ein bestimmtes Produkt erkennen und auswählen, um damit die lokale Produktion und den Verbrauch dieser Produkte zu unterstützen.

Wer steckt dahinter

Der AllgäuHolz Markenverband, ein Zusammenschluss Allgäuer Waldverbände, ist Inhaber der patentrechtlich geschützten Marke AllgäuHolz. Diese Wort-Bild-Marke mit dem bekannten Allgäu-Schriftzug kann ab 2017 nun als Herkunftsbezeichnung für Holz aus dem Allgäu beantragt und genutzt werden.

Nach längerer Vorbereitungszeit und vielen Abstimmungsrunden mit dem AllgäuHolz Markenverband, der Allgäuer Sägerrunde, der Zimmererinnung und der Schreinerinnung wurden die Kriterien für die Vergabe der Zertifizierung festgelegt. Der AllgäuHolz Markenverband, ein Zusammenschluss der Waldbesitzverbände des Allgäus, hat das Holzforum Allgäu am 13.12.2016 mit der Vergabe des Zertifikates beauftragt. Das Herkunftszertifikat können alle Mitglieder des Holzforums beantragen und nutzen. Grundlage für die Zertifizierung sind unsere nach PEFC zertifizierten Wälder und die Produktionsliste der Allgäuer Säger mit allen Holzprodukten, die sie aus Allgäuer Holz herstellen.

Voraussetzungen

Mit der nun verabschiedeten Richtlinie wird die Verwendung des Markenzeichens AllgäuHolz geregelt. Hinzu kommen die speziellen Regelungen zur Holz-Herkunft aus dem Allgäu, damit die Unternehmen in besonderer Weise den Absatz von regionalem Allgäu-Holz unterstützen können.

Wer kann die Marke nutzen

Die Standortregion umfasst die vier Allgäuer Landkreise Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu, die drei kreisfreien Städte Kaufbeuren, Kempten, Memmingen und das kleine Walsertal sowie das württembergische Allgäu mit den Städten und Gemeinden Aichstetten, Aitrach, Amtzell, Argenbühl, Bad Wurzach, Isny, Kißlegg, Leutkirch, Waldburg, Wangen und Wolfegg.

Die Marke AllgäuHolz und die damit verbundenen Deklarationen beziehen sich auf die Herkunft von Holzrohstoffen aus PEFC-zertifizierten Wäldern und deren Verarbeitung im Allgäu.

Ziel ist eine möglichst flächendeckende und umfassende Nutzung der Marke AllgäuHolz über die gesamte Wertschöpfungskette Holz.

Die Nutzung bzw. die Nutzungsberechtigung ist im Folgenden geregelt:

  • Waldbesitzer, die mehr als 75 % ihres gesamten Waldes oder mehr als 100 ha Wald im Allgäu haben und Mitglied in einem forstwirtschaftlichem Zusammenschluss des AllgäuHolz Markenverbands sind und dieser Wald nach PEFC für nachhaltige Waldbewirtschaftung zertifiziert ist, können das Markenzeichen beantragen und nutzen. Sie können alle Holzprodukte mit der Marke AllgäuHolz kennzeichnen oder bewerben, wenn diese nachweislich zu 75% aus Waldflächen im Allgäu stammen
  • Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (WBV, FBG) sind gleichsam zur Nutzung berechtigt, wenn sie Mitglied im AllgäuHolz Markenverband sind.
  • Unternehmen der Forst- und Holzbranche

Die Kennzeichnung von einzelnen Produkten mit dem Markenzeichen AllgäuHolz kann von jedem Unternehmen vorgenommen werden, wenn das Unternehmen nach den Kriterien der AllgäuHolz-Deklaration zertifiziert ist und Mitglied im Holzforum Allgäu ist. Des Weiteren muss nachgewiesen werden können, dass mindestens 2/3 der im gekennzeichneten Produkt enthaltenen Holzmenge aus dem Allgäu stammt. Das Markenzeichen AllgäuHolz kann von Unternehmen (Holzbranche) genutzt werden (z. B. auf Dokumenten, im Internet, etc.), wenn es sich verpflichtet, sich vom Holzforum Allgäu überprüfen zu lassen, dass es Holz aus dem Allgäu bezieht.

Darstellung und Verwendung der Marke

Der Nutzungsberechtigte (Waldbesitzer oder Unternehmen) darf die Marke AllgäuHolz im allgemeinen Geschäfts- und Schriftverkehr (z.B. Briefpapier, Werbung, Firmenpräsentationen etc.) verwenden, wenn er den Maßgaben der Marke AllgäuHolz entspricht.

Das Markenzeichen AllgäuHolz darf nur zu den in dieser Richtlinie genannten Zwecken verwendet werden. Eine anderweitige Verwendung bedarf der Zustimmung des Holzforums Allgäu.

Das AllgäuHolz Markenzeichen kann nur in Verbindung mit einem Produkt hinsichtlich der Herkunft der Holzrohstoffe verwendet werden. Die Verwendung beinhaltet auch die Unternehmenskommunikation.
Der Markenname AllgäuHolz soll ausschließlich in Form des folgenden Markenzeichens verwendet werden:


Bei Verwendung des Markenzeichens muss gleichzeitig erkennbar sein,

  • von wem das Produkt stammt oder
  • wer das Markenzeichen nutzt.

Das Markenzeichen darf nur in seiner Größe, nicht aber in seinem Seitenverhältnis verändert werden. Es kann in Farbe oder Schwarz/Weiß verwendet werden. Es muss immer grafisch alleine stehen und darf nicht ergänzt oder überdeckt werden.

Die Rolle des Holzforum Allgäu

Das Holzforum Allgäu als Lizenzierungsstelle hat einen Überlassungsvertrag mit dem Markenverband AllgäuHolz zur Lizensierung der Marke AllgäuHolz abgeschlossen.

Die Einhaltung der Lizenzierungsbedingungen wird vom Holzforum Allgäu e. V. und dessen Bevollmächtigten überprüft. Der Nutzungsberechtigte hat dazu den Kontrollorganen des Holzforum Allgäu e. V. sämtliche für die Überprüfung der Herkunft notwendigen Unterlagen (Holzlisten, Zusammenstellungen, Rechnungen o. ä) vorzulegen.

Sämtliche Nutzungsberechtigten verpflichten sich, dem Holzforum Allgäu e. V. die Verwendung der Marke anzuzeigen und anhand eines Musters nachzuweisen.

Entgelte

Die Nutzung des Markenzeichens ist entgeltpflichtig. Die Lizenzierungsstelle schließt mit dem Unternehmen einen Lizenzvertrag ab. Die Entgeltpflichtigkeit richtet sich nach der Lizenzgebührenordnung des Holzforums Allgäu und dem AllgäuHolz Markenverband. Das Holzforum Allgäu erhält von jedem Nutzer für die Nutzung des AllgäuHolz-Logos eine jährliche Lizenzgebühr je ausgestellter Lizenz.
Sollte die Vorstandschaft des Holzforum Allgäu eine Kontrollgebühr beschließen, wird diese nach Aufwand anhand des in der Gebührenordnung festgelegten Stundensatzes berechnet.

Wer das Markenzeichen entgegen den Bestimmungen dieser Satzung ohne Genehmigung des Holzforum Allgäu gebraucht, verliert die Berechtigung, das Markenzeichen zu verwenden. Ferner hat er eine Strafe an den Verein in fünffacher Höhe dessen zu entrichten, was er für die entsprechende Nutzungsberechtigung gemäß der Gebührenordnung zu entrichten hätte, mindestens jedoch 5 000,- Euro.


Pressemitteilung des Holzforum Allgäu

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