Staatssekretär Gerhard Eck: Holz ist der nachwachsende Baustoff der Zukunft

    Holz ist unser wertvollster und nachhaltigster Rohstoff – doch er wird zu häufig noch unterschätzt. Und das, obwohl Holz als Baumaterial inzwischen alle Härtetests vom Kindergarten bis zur Windkraftanlage besteht. Die Veranstaltung Holzimpuls des Netzwerks Forst und Holz Unterfranken e. V. in Zusammenarbeit mit dem Cluster Forst und Holz in Bayern hatte sich zum Ziel gesetzt, kommunale Entscheider, Stadtplaner und Architekten von den vielen Vorzügen des Bauens mit Holz zu informieren, Denkanstöße für zukünftige Bauprojekte zu geben und die Teilnehmer zu ermutigen, neue Wege im Kommunalbau zu gehen.

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    Netzwerkveranstaltung im Steigerwaldzentrum, Handthal:

    Netzwerk Forst Holz Unterfranken im Cluster Forst und Holz Bayern zum Zukunftsthema Bauen mit Holz!

    Holz ist unser wertvollster und nachhaltigster Rohstoff – doch er wird zu häufig noch unterschätzt. Und das, obwohl Holz als Baumaterial inzwischen alle Härtetests vom Kindergarten bis zur Windkraftanlage besteht. Die Veranstaltung Holzimpuls des Netzwerks Forst und Holz Unterfranken e. V. in Zusammenarbeit mit dem Cluster Forst und Holz in Bayern hatte sich zum Ziel gesetzt, kommunale Entscheider, Stadtplaner und Architekten von den vielen Vorzügen des Bauens mit Holz zu informieren, Denkanstöße für zukünftige Bauprojekte zu geben und die Teilnehmer zu ermutigen, neue Wege im Kommunalbau zu gehen.

    Mit dem Statement „Holz ist ganz klar der nachwachsende Baustoff der Zukunft, denn Holzbauten können einen wichtigen Beitrag für energieeffizientes und ressourcenschonendes Bauen leisten“, eröffnete Staatssekretär Gerhard Eck die gut besuchte Veranstaltung im neu eröffneten Steigerwaldzentrum im unterfränkischen Handthal.

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    Staatssekretär Gerhard Eck eröffnete die Fachtagung.

    Prof. Dr. Hubert Röder vom Wissenschaftszentrum Straubing fokussierte in seinem Beitrag auf die enormen Möglichkeiten zur CO2-Vermeidung durch die Nutzung von Holz als Baustoff. Der wesentliche Beitrag dabei wird gar nicht durch die Holzbauten direkt geleistet, sondern ergibt sich vor allem aus der Substitutionswirkung, also dem Ersatz konventioneller Baustoffe. Seit einigen Jahren zeichnet sich mit einer steigenden Holzbauquote auch ein erfreulicher Trend in Bayern ab: Mittlerweile ist jedes 5. neu errichtete Gebäude im Freistaat ein Holzhaus. „Das Ziel ist damit aber noch lange nicht erreicht“, so Prof. Röder. „Andere Länder, wie die Vereinigten Staaten oder Schweden, erreichen Quoten von 80% und mehr.“ Das dafür benötigte Holz stünde nach den neuesten Ergebnissen der Bundeswaldagentur auch in Bayern aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zur Verfügung.

    Nach diesen Ausführungen stellten der Architekt Florian Lichtblau aus München und Jens Eitner von der B&O Wohnungswirtschaft Sanierungs- und Neubauprojekte des öffentlich finanzierten Wohnungsbaus in München und Erlangen vor und konnten zeigen, dass selbst im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus Holz konkurrenzfähig ist. Die zusätzlichen Vorteile, wie beispielsweise kurze Bauzeiten im städtischen Bereich durch einen hohen Vorfertigungsgrad und die hervorragende Annahme der Gebäude durch die Mieter, wurden ebenso herausgestellt.

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    Florian Lichtblau erläutert die Sanierung und Verdichtung eines Wohnquartiers in München mit Holz

    Der Nachmittag des Veranstaltungstages stand unter dem Thema „Holz kann mehr“ und war der Vorstellung innovativer Produkte für den Holzbau, den Innenausbau und den Außenbereich gewidmet. Auf besonderes Interesse traf das neue Buchenfurnierschichtholz und die damit verbunden Möglichkeiten des Einsatzes von Buche auch für den konstruktiven Holzbau von der Firma Pollmeier Massivholz GmbH. Ein anderes vorgestelltes Buchenprodukt war das Thermoholz der Firma OWI GmbH, welches vor allem im Fassadenbereich Anwendung findet. Akustische Wandsysteme, die insbesondere für Schulen, Veranstaltungsräume und öffentliche Gebäude das Raumgefühl deutlich verbessern, wurden von der Staudigel GmbH vorgestellt. Die vielfältigen Möglichkeiten, Holz als Material für unterschiedlichste kindgerechte und entwicklungsfördernde Außenspielgeräte zu verwenden, zeigte Reinhard Feisel von der Spessart-Holzgeräte GmbH auf.

     

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    Das neue Steigerwaldzentrum im unterfränkischen Handthal

    Prof. Dr. Dr. Gerd Wegener, Sprecher der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, ermutigte in seinem Schlusswort alle Anwesenden, den Holzbau als Chance zu begreifen für eine ressourcenschonende und soziale Art des Bauens. „Holz strahlt schon als Wald eine ganz besondere Würde aus und behält diese auch während seiner gesamten Nutzungsdauer. Dabei sollte die Nutzung idealerweise über eine Kaskade erfolgen, bei der zunächst die stoffliche Verwendung im Vordergrund steht und erst am Nutzungsende eine thermische Verwertung erfolgt“, so Prof. Wegener.

    Zusätzlich zu den Fachvorträgen wurde die Veranstaltung von einer kleinen Ausstellung mit vielen der vorgestellten Produkte begleitet. Die Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, sich hier zu informieren. Bürgermeister und andere kommunale Entscheider, Architekten, Zimmerleute und Forstleute kamen miteinander ins Gespräch und auch die ein oder andere Kooperation wurde geschmiedet.

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    Austausch unter den Teilnehmern der Fachtagung

    Pressemitteilung zur Veranstaltung:

    holzimpuls – Kommunales Bauen
    am 20. November 2014 im Steigerwaldzentrum Handthal
    Text und Fotos: Netzwerk Forst und Holz Unterfranken e. V. 25.11.2013

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