Zwei neue Holzbotschafter und "Architekturschau Holz im Landkreis Rottal-Inn"

    Das Holz aus dem Bayerischen Wald und aus den angrenzenden Landkreisen hat zwei neue Botschafter: Am Donnerstag, den 04. Dezember 2014, wurden Claudia Schlenger und Hanns Meilhamer, bekannt als »Herbert und Schnipsi«, in Wurmannsquick bei Eggenfelden in Niederbayern zu Holzbotschaftern des regionalen Netzwerks Forst und Holz gekürt. Zudem war erstmalig die »Architekturschau Holz im Landkreis Rottal-Inn« zu sehen.

    Das Holz aus dem Bayerischen Wald und aus den angrenzenden Landkreisen hat zwei neue Botschafter: Am Donnerstag, den 04. Dezember 2014, wurden Claudia Schlenger und Hanns Meilhamer, bekannt als »Herbert und Schnipsi«, in Wurmannsquick bei Eggenfelden in Niederbayern zu Holzbotschaftern des regionalen Netzwerks Forst und Holz gekürt. Zudem war erstmalig die »Architekturschau Holz im Landkreis Rottal-Inn« zu sehen.

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    Verleihung der Holzbotschafter-Würde (v.l.n.r.: Architekt Michael Kremsreiter, Netzwerk-Geschäftsführer Alexander Schulze, Holzbotschafterin Claudia Schlenger, Holzbotschafter Hanns Meilhamer, Landrat Michael Fahmüller, Bürgermeister Georg Thurmeier, Netzwerk-Betriebesprecher Franz Hager)
     
    Vielfältige Möglichkeiten des Holzbaus nicht allen geläufig
     
    Knapp 80 Teilnehmer – Forstleute, Holzhausbauer, Handwerker, Architekten sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung – waren der Einladung des Netzwerks Forst und Holz ins C.A.R.M.E.N. e. V. nach Wurmannsquick gefolgt. Und schon der Ort der Veranstaltung stimmte auf das Thema des Abends ein. So ist der Anbau der »Alten Schule« der Gemeinde ein mit dem Sanierungspreis 2014 ausgezeichnetes, gelungenes Beispiel für den modernen Holzbau, geplant von der im Landkreis ansässigen Architektenpartnerschaft Arc.

    Alexander Schulze, Geschäftsführer des Netzwerks, freute sich über die zahlreichen Teilnehmer aus allen sieben Landkreisen des Netzwerkgebiets in Niederbayern und der Oberpfalz und stellte fest: »Unser Holz verbindet uns, ganz gleich, in welcher Form wir mit ihm zu tun haben.«

    Auch Landrat Michael Fahrmüller begrüßte die Teilnehmer und betonte die Bedeutung der Branche Forst und Holz im Landkreis Rottal-Inn. Immerhin sei ein Viertel der Landkreisfläche bewaldet und in diesen Wäldern 15.000 Waldbesitzer aktiv. »Dass wir diesen Schatz, unser Holz, noch mehr verwenden, ist mein Wunsch«, so der Landrat. Als echter Freund der Holznutzung freute sich auch Georg Thurmeier, Bürgermeister von Wurmannsquick, über die Veranstaltung in seiner Gemeinde. Selbst Schreiner, könne er es nur begrüßen, dass die Holznutzung in der Region gefördert würde, und auch bei kommunalen Bauprojekten dürfe Holz nicht mehr außer Acht gelassen werden. Auf die große wirtschaftliche Bedeutung der Branche Forst und Holz im Landkreis Rottal-Inn wies Franz Hager, Zimmerer und Sprecher der Netzwerkpartner im Landkreis, hin. So gäbe es im Rottal sogar überdurchschnittlich viele Betriebe, die den wertvollen Rohstoff verarbeiten und gerade der Holzbau habe vor Ort eine große Tradition und sei seit einigen Jahren wieder groß im Kommen. »Das zeigt auch die Architekturschau, die heute in Wurmannsquick erstmals zu sehen ist«, betonte Hager und dankte den Architekten, die bereits heute so viel mit dem nachwachsenden Rohstoff planen.

    Die Hintergründe und die Entstehung der neuen Wanderausstellung erläuterte Architekt Michael Kremsreiter. So sei die Vielfalt des Holzbaus im Landkreis vielen gar nicht geläufig. »Und nicht jedes Holzgebäude ist auch unmittelbar als solches zu erkennen«, so der Architekt. Neben den vielfältigen Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten spräche auch gerade das Thema Nachhaltigkeit für die vermehrte Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs. So benötige man bis zur Verwendbarkeit des Holzes auf der Baustelle bis zu 70 Prozent weniger Energie als bei anderen Baustoffen, so zum Beispiel auch beim Transport, da Holz verhältnismäßig leicht sei. Allerdings solle man neben dem Bauen auch die weiteren Nutzungsmöglichkeiten von Holz nicht vergessen. »Überall in unserem Alltag findet sich Holz, sei es als Möbel, Böden, Spielzeug, Instrumente oder auch zum Heizen«, so Kremsreiter. »Dies ist gut und sollte noch mehr werden.«

    »Herbert und Schnipsi« neue Holzbotschafter

    Nach den Ausführungen des Architekten wurden Claudia Schlenger und Hanns Meilhamer zu Holzbotschaftern gekürt. Damit wird diese Ehrung, nach der Auszeichnung von Martin Six, Betreiber des Baumwipfelpfades im Landkreis Straubing-Boden und Sabine Weyermann und Thomas Kraus-Weyermann vom historischen Waldferienhof Dürrwies im Landkreis Regen, zum dritten Mal vergeben.

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    Ansichten zum Thema Holzbau (v.l.n.r.: Claudia Schlenger, Hans Meilhamer, Alexander Schulze)

    Die Idee des Holzbotschafters erklärte Netzwerk-Geschäftsführer Alexander Schulze: Holzbotschafter sind Personen, die sich dem Holz in besonderer Weise verbunden fühlen, es aktiv nutzen und mit ihrer Begeisterung auch andere zur vermehrten Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs animieren können.

    Trotz Kosmetikspiegel: Holzhaus noch nicht »brennert« geworden

    Das Ehepaar Schlegel-Meilhamer ist dem Bühnen- und Fernsehpublikum seit vielen Jahren als »Herbert und Schnipsi« bestens bekannt. Was nur wenige wissen: Die beiden leben seit über zehn Jahren in einem restaurierten Rottaler Holzhaus und sind begeistert vom Baustoff Holz und seinen vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Deshalb kam Netzwerkpartner Michael Kremsreiter auf die Idee, das Ehepaar als Holzbotschafter vorzuschlagen.

    Die Urkunde und die Plakette, eine beeindruckende Scheibe aus edlem Eichenholz, überreichte Landrat Michael Fahmüller, der sich sichtlich über die zwei neuen Holz-Exzellenzen in seinem Lankreis freute. Erwartungsgemäß humorvoll erklärten Claudia Schlenger und Hanns Meilhamer ihre ganz besondere Beziehung zu Holz: Nachdem sie in ihrer Kindheit Holzhäuser immer als dunkel und beengt empfunden hätte, habe sie bei ihrem eigenen Haus nun festgestellt, wie angenehm großzügig und luftig ein Holzbau sein kann. »Das bestätigen uns auch unsere Gäste, die in unserem schönen Haus eher zu lang als zu kurz bleiben«, so Claudia Schlenger mit einem Augenzwinkern. Zudem sei das Haus, trotz eines unbeabsichtigten Versuchs mit einem Kosmetikspiegel, bisher nicht »brennert« geworden. Beide neuen Holz-Botschafter versprachen, auch in Zukunft gerne anderen von ihren positiven Erfahrungen mit Holz zu berichten.

    Im Anschluss an die Auszeichnung luden die Veranstalter noch zur Besichtigung der Architekturschau und gesprächigem Zusammensein bei einer Brotzeit und Getränken ein. Selbst Experten zeigten sich überrascht von den vielfältigen Holzgebäuden im Landkreis. Vom Einfamilienhaus über Bürogebäude und Schulen bis hin zu Kindergärten und Sportstätten war die ganze Palette des modernen Holzbaus vertreten.

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    Besichtigung der Ausstellung und Gespräche nach der Verleihung

    Gleich im Anschluss an den Termin in Wurmannsquick wanderte die Ausstellung ins Landratsamt in Pfarrkirchen, wo sie noch bis Weihnachten der interessierten Öffentlichkeit zugänglich ist. Weitere Stationen, unter anderem bei den Deggendorfer Holztagen im März kommenden Jahres, sind vorgesehen.

    Quelle: Netzwerk Forst und Holz

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