Bundeswettbewerb "Holzbauplus": Bayerische Projekte ausgezeichnet

    Stahl, Beton, Kunststoffe auf Erdölbasis: Solche Baustoffe werden zur Zeit vorwiegend im Hausbau eingesetzt. Ein natürlicher, ausgezeichneter, energieeffizienter und umweltverträglicher Baustoff hat sich jedoch neben diesen Materialien bewährt; wegen seiner hervorragenden Eigenschaften ist Holz heute wieder vielfach erste Wahl bei Bauvorhaben. Deshalb zeichnete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 2015 zum zweiten Mal elf richtungsweisende Holzbauprojekte aus - drei davon aus Bayern.

    Logo Bundeswettbewerb HolzbauPlusStahl, Beton, Kunststoffe auf Erdölbasis: Solche Baustoffe werden zur Zeit vorwiegend im Hausbau eingesetzt. Ein natürlicher, ausgezeichneter, energieeffizienter und umweltverträglicher Baustoff hat sich jedoch neben diesen Materialien bewährt; wegen seiner hervorragenden Eigenschaften ist Holz heute wieder vielfach erste Wahl bei Bauvorhaben. Deshalb zeichnete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 2015 zum zweiten Mal elf richtungsweisende Holzbauprojekte aus - drei davon aus Bayern.

    Der Bauherrenwettbewerb HolzbauPlus Zeichnet "innovative und richtungsweisende Bauvorhaben aus, die einen hohen Anteil an Holz und weiteren nachwachsenden Rohstoffen in maßgeblichem Umfang einsetzen". In folgenden Kategorien wurden die Preise verliehen:

    • Wohnungsbau - Sanierung (Stadt): Ein erster Preis (7000 €), ein zweiter Preis (3000 €)
    • Wohnungsbau - Sanierung (Land): Ein erster Preis (7000 €), ein zweiter Preis (3000 €)
    • Öffentliches Bauen - Neubau: Ein erster Preis (7000 €), ein zweiter Preis (3000 €)
    • Öffentliches Bauen - Sanierung: Ein erster Preis (7000 €)

    Zudem wurden drei lobende Erwähnungen für vorbildliche Holzbauarchitektur ausgeprochen, die aber - aufgrund geltender Brandschutzbestimmungen - den Zielsetzungen des Wettbewerbs nicht genügen konnten. Damit will die Jury darauf aufmerksam machen, dass sowohl Materialeigenschaften als auch die Gestaltung rechtlicher Vorgaben Entwicklungspotential haben, das künftig auf den breiteren Einsatz nachwachsender Rohstoffe auch in Schul- und Industriebauten hoffen lässt.

    Eine weitere lobende Erwähnung wurde dem Knorre Baumdienst GmbH & Co.KG für die die originelle Gestaltung ihres Werkstattgebäudes ausgesprochen.

    Die bayerischen Gewinner

    Bereits beim ersten Wettbewerb 2013 waren bayerische Projekte erfolgreich vertreten. Auch die Preisverleihung 2015 verlief aus bayerischer Sicht hervorragend: Von 70 Einsendungen wurden elf prämiert, drei davon waren aus Bayern. Dies sind im Einzelnen:

    • Erster Preis "Öffentliches Bauen - Neubau": Amt für Ländliche Entwicklung (Oberpfalz) für das neue Verwaltungsgebäude in Tirschenreuth
    • Zweiter Preis"Öffentliches Bauen - Neubau": Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für das Steigerwald-Zentrum
    • Lobende Erwähnung: Stadt Wangen für den Erweiterungsbau des Rupert-Neß-Gymnasiums
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    Das Verwaltungsgebäude des Amts für ländliche Entwicklung in Tirschenreuth wurde vollständig als Holzrahmenkonstruktion gefertigt; als Dämmmaterialien wurden ebenfalls ausschließlich nachwachsende Rohstoffe eingesetzt. "Materialität und Farbigkeit", die "angenehmen neue Arbeitsumgebung" für die 150 Mitarbeiter und die vorbildhafte Funktion der öffentlichen Hand "als Vorreiter für nachhaltiges Bauen" überzeugten die Jury.
    bauplus-2
    Das Steigerwald-Zentrum, ein Besuchergebäude in Handthal, ist ebenfalls komplett in Holzbauweise umgesetzt. Die an die natürliche Umgebung angepasste Bauweise, bautechnische Innovationen und schonender Umgang mit der Natur - im Einsatz der Werkstoffe wie in der architektonischen Konzeption - wurden mit dem zweiten Preis der Kategorie "Öffentliches Bauen - Neubau" prämiert.
    bauplus-3
    Eine lobende Erwähnung wurde schließlich der Erweiterung des Rupert-Neß-Gymnasiums durch die Große Kreisstadt Wangen im Allgäu ausgesprochen. Die Holzfassade hebt sich hier charakteristisch gegen das umgebende Stadtbild ab. Die Jury lobte das "insgesamt sehr schlüssige Konzept" und dessen Vorbildfunktion für weitere Schulbauten.

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