Editorial Newsletter Nr. 59: Waldpakt für Bayern

Vor mehreren tausend Waldbesitzern haben Ende Juni in Kelheim unser Ministerpräsident Markus Söder und unsere Forstministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit den forstlichen Verbänden den „Waldpakt für Bayern“ unterzeichnet. Angesichts der großen Herausforderungen durch den Klimawandel sowie den ideologischen Bestrebungen auf Bundes- und Europaebene, die Waldbewirtschaftung und Holznutzung immer weiter zu erschweren, steht die Staatsregierung fest an der Seite der rund 600.000 Waldbesitzer in Bayern. Das übergeordnete Ziel des Waldpakts ist eine schnelle und wirksame Anpassung der Wälder an die Folgen des Klimawandels. Dadurch wird nicht nur die Holzbereitstellung und die Biodiversität gesteigert, sondern auch viele weitere Ökosystemdienstleistungen gesichert.

Die aktive Waldbewirtschaftung war auch das Leitmotiv für zwei hochkarätige Veranstaltungen der Vereinigung Bayerischer Wirtschaft (vbw e.V.). Unter der Moderation von Geschäftsführer Bertram Brossardt konnten im Juni an einem parlamentarischen Abend sowohl in München als auch in Brüssel unsere Positionen an politische Entscheider und Journalisten zielgerichtet kommuniziert werden. Unsere Cluster-Initiative mit proHolz hatte gemeinsam mit den Verbänden der Bayerischen Papier-, Forst- und Holzwirtschaft diese Veranstaltungen initiiert und auch eine von der vbw in Auftrag gegebene Studie zur Innovationsfähigkeit der Branche begleitet. Die Ergebnisse dieser Studie mit starkem Bezug auch zu Patentanmeldungen sind äußerst interessant und finden sich im Anhang.

Weitere politische Unterstützung haben wir in Bayern aktuell bei der Holzenergie durch unseren Bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erhalten: Die noch Anfang 2023 vom EU-Parlament geforderte Einschränkung der Anerkennung von Waldholz als erneuerbare Energie ist vom Tisch. Eine entsprechende vorläufige politische Einigung zur Erneuerbaren-Energien-Richtlinie ist im März 2023 von Rat, Kommission und EU-Parlament in Brüssel erzielt worden. Auch die aus unserer Sicht einseitige Festlegung auf Wärmepumpen im Gebäudeenergiegesetz diskriminierte Holz als erneuerbare Energie. Gemeinsam mit den Forst-Holz-Bioenergieverbänden konnten wir vom Cluster mit proHolz in der Kommunikation mitwirken, sodass Biomasseheizungen nun doch positiv im Gebäudeenergiegesetz vorgesehen werden. In einer gemeinsamen Studie mit dem Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband konnten wir zudem die Nachhaltigkeit der modernen Holzenergie eindeutig belegen.

Das Hauptzugpferd des ganzen Clusters bleibt jedoch der Holzbau. Mit einer gelungenen Verleihung des Bayerischen Holzbaupreises im April in München durch proHolz Bayern gemeinsam mit dem Forstministerium konnten wir die Innovationsfähigkeit und auch Wettbewerbsfähigkeit des modernen Holzbaus belegen. Wir sind uns sicher: Architekten und Planer nutzen zunehmend und mit Begeisterung den einzigen nachwachsenden, regional verfügbaren und klimafreundlichen Rohstoff. Gleichzeitig sehen wir aber auch eine zunehmend schwierige Situation auf dem Bau.

Mit der Fachberatung Holzbau Bayern können wir hier im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung unter Federführung des Bayerischen Forstministeriums seit 2023 entgegenwirken und Bauinteressierte, Kommunen, aber auch Planer im Vorfeld eines Bauprojektes unabhängig beraten. Bitte leiten Sie als wichtiger Branchenakteur diese innovative Cluster-Dienstleistung herzlich gerne in Ihren Ehrenämtern und Netzwerken weiter und stärken wir damit gemeinsam den gesamten Cluster Forst und Holz.

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