BDF ehrt "Bayerns grüne Krone"

(17. März 2017) Der Frankenwald ist der Wald des Jahres 2017! Als erstes bayerisches Waldgebiet wurde die Natur- und Kulturlandschaft, die sich in Teilen auch auf Thüringen erstreckt, vom Bund Deutscher Forstleute (BDF) ausgezeichnet. Damit honoriert der BDF seit sechs Jahren einen gelungenen Interessenausgleich zwischen Naturschutz, Waldbewirtschaftung und Tourismus.

(17. März 2017) Der Frankenwald ist der Wald des Jahres 2017! Als erstes bayerisches Waldgebiet wurde die Natur- und Kulturlandschaft, die sich in Teilen auch auf Thüringen erstreckt, vom Bund Deutscher Forstleute (BDF) ausgezeichnet. Damit honoriert der BDF seit sechs Jahren einen gelungenen Interessenausgleich zwischen Naturschutz, Waldbewirtschaftung und Tourismus.

Der Frankenwald mit seinen herrlichen Bergen und Tälern (hier der Blick auf Burg Lauenstein) ist "Waldgebiet des Jahres 2017". Bild: Frankenwald Tourismus/Andreas Hub

Dialog der Interessenvertreter funktioniert hervorragend

Waldgebiete müssen einer Vielzahl an Anforderungen genügen. Als Biotop sind sie Heimat für viele Tier- und Pflanzenarten, sie sind Lieferant eines wertvollen nachwachsenden Rohstoffs und wichtiger Wirtschaftsfaktor in ländlichen Regionen, und schließlich werden sie als Erholungs- und Freizeitgebiet geschätzt.

Es ist nicht immer einfach, den Ansprüchen von Naturschutz sowie Forst- und Tourismusindustrie gleichermaßen gerecht zu werden  und dabei gleichzeitig den Wald fit für den Klimawandel zu machen. Diesen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten zehntausende Beschäftigte der Forstwirtschaft in Deutschland Tag für Tag.

Um ihren Verdiensten eine Plattform zu geben und zu zeigen, dass attraktive Wälder aus nachhaltiger Bewirtschaftung entstehen, hat die Berufsvertretung Bund Deutscher Forstleute im Anschluss an das Waldjahr 2011 die Auszeichnung "Waldgebiet des Jahres" ins Leben gerufen. Als erstes Waldgebiet wurde 2012 der Meulenwald in der Eifel ausgezeichnet; der Frankenwald ist Nachfolger des Küstenwalds Usedom und des Berliner Grunewalds.

Im Frankenwald ist es dank der exzellenten Zusammenarbeit aller Beteiligten gelungen, den Interessen von Naturschutz, Forstindustrie und Tourismus gleichermaßen gerecht zu werden. Bilder: Andreas Ebert; BaySF FB Rothenkirchen; Frankenwald Tourismus/Marco Felgenhauer (v.l.)

Garant für Arbeitsplätze, Naherholungsgebiet und Biotop zugleich

Der Frankenwald ist zum größten Teil Naturpark. Das 100.000 ha große Gebiet ist zur Hälfte bewaldet, davon sind wiederum 60% in Privatbesitz. Ca. 3.000 Privatwaldbesitzer sind in fünf Waldbesitzervereinigungen organisiert, 20.000 ha werden von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet.

Der Frankenwald ist aber nicht nur Garant für viele forstwirtschaftliche Arbeitsplätze: Wer einmal durch das Gebiet gewandert ist, weiß, warum es jedes Jahr Touristen, Mountainbiker, Wintersportler und andere in die größte zertifizierte "Qualitätsregion wanderbares Deutschland" zieht. Gleichzeitig ist das Waldgebiet des Jahres Heimat vieler Tierarten, etwa der seltenen und scheuen Schwarzstörche und neuerdings auch wieder von Wildkatzen.

Bestätigung der Arbeit für die Region

Der gelungene Interessenausgleich zwischen Naturschutz, Waldnutzung und -gestaltung ist das Resultat hervorragender Zusammenarbeit der Forstbetriebe, Forstarbeiter, der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und der Naturschutzbehörden. Der Leiter des Forstbetriebs Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten, Peter Hagemann, ist stolz auf die Ehrung: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und sehen darin unsere Arbeit hier in der Region bestätigt. Sie ist Beleg, dass die integrative Forstwirtschaft die unterschiedlichen Ansprüche an den Wald vereinen kann. Zum Wohl des Menschen und des Ökosystems Wald.“

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