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Bayerischer Energiepreis 2018: Joseph-Stiftung aus Bamberg gewinnt in der Kategorie „Gebäude“

Nürnberg, 15. November: Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger verleiht den Bayerischen Energiepreis 2018

Energieeffizienter Wohnungsbau in Ansbach

Für ihre 2013 in Holzbauweise erbaute Mietwohnanlage in der Herbartstraße in Ansbach hat das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung aus Bamberg den bayerischen Energiepreis 2018 in der Kategorie „Gebäude“ erhalten. 

Preisträger der Kategorie Gebäude

Preisträger der Kategorie Gebäude als Energiesystem/Gebäudekonzept (v.l.n.r.): Architekturbüro: DEPPISCH A R C H I T E K T E N G M B H, Freising, Michael Deppisch Gebäudetechnik: Ingenieurbüro Martin Vogt Bauherr: Joseph-Stiftung, Bamberg, Reinhard Zingler ganz links: MDirig. Rudolf Escheu, Wirtschaftsministerium ganz rechts: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Bild: Bayern Innovativ; Foto S. Wawarta


Das mehrfach preisgekrönte Ensemble bietet hohe Energieeffizienz und Aufenthaltsqualität bei bezahlbaren Mieten.
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Wohnanlage in Ansbach den bayerischen Energiepreis 2018 erhalten hat. Diese Auszeichnung zeigt, dass hohe Energieeffizienz, tragbare Kosten und besondere Nutzungsqualitäten sich sehr gut vereinen lassen“, sagt technischer Vorstand Reinhard Zingler.
Das Projekt entstand im Rahmen des Modellvorhabens „e% - Energieeffizienter Wohnungsbau“ der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Es sollten energieeffiziente, zeitgemäße und kostenoptimierte Lösungen mit hohem architektonischen und städtebaulichen Anspruch gefunden werden. Dies gelang der Joseph-Stiftung (Bauherr) in enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Deppisch und dem Ingenieurbüro Vogt (Versorgungstechnik), beide aus Freising. Die 37 Wohneinheiten der barrierefreien Wohnanlage werden einkommensorientiert gefördert. 

 

Lageplan der Wohnanlage mit Vierseithof und den nach außen orientierten Wohnungen im Erdgeschoss. Bildquelle: Deppisch Architekten

Grundrisstypen in den Obergeschossen und angedeuteter Innenhof dazwischen. Die Wohnungsgrundrisse orientieren sich jeweils zu 2 Fassadenseiten. Bildquelle: Deppisch Architekten

Innenhof mit Gebäudeeingängen, Haustechnik und Abstellräumen (rechts) und Trockenraum (Mitte) Fotograf: Sebastian Schels, München
Bildquelle: Deppisch Architekten

Innenhof mit den beiden Wohnungsbaukörpern, mittig die Hofbegrenzung mit den Fahrrad- und Müllstellplätzen Fotograf: Sebastian Schels, München
Bildquelle: Deppisch Architekten

Außenansicht
Fotograf: Sebastian Schels, München Bildquelle: Deppisch Architekten

Natürlich belichtetes Treppenhaus Fotograf: Sebastian Schels, München Bildquelle: Deppisch Architekten

Die Typologie des Vierseithofes bildet einen ruhigen, halböffentlichen Platz mit den Gebäudezugängen aus. Um diesen Innenhof orientieren sich Funktionen wie Haustechnik, Fahrrad- und Trockenräume. So konnte auf den Bau von Untergeschossen verzichtet und gleichzeitig die nachbarschaftliche Interaktion gefördert werden. 

Die kompakten Baukörper wurden in einfacher Holzrahmenbauweise mit optimiertem Fensteranteil erstellt und erreichen damit in Erstellung und Betrieb sehr gute energetische Kennwerte. Die über Deckenkuppeln natürlich belichteten, innenliegenden Treppenräume sind unbeheizt und ermöglichen unterschiedliche Wohnungsgrundrisse, die sich jeweils zu zwei Seiten orientieren. 
Leicht bedienbare Systeme wie Abluftanlage mit Überströmöffnungen in den Fenstern, Wärmeversorgung über die zentrale Pelletheizung und Fotovoltaik für den Allgemeinstrom zahlen als robuste und langlebige Elemente in die Nachhaltigkeit der Wohnanlage ein.

Die Joseph-Stiftung wurde 1948 als kirchliches Wohnungsunternehmen durch den damaligen Bamberger Erzbischof gegründet. Sie ist christlichen Grundwerten verpflichtet. Stiftungszweck ist eine angemessene und sozial vertretbare Verbesserung der Wohnungsversorgung. Das Unternehmen verfolgt ein nachhaltiges Geschäftsmodell und ist in den Bereichen Bau- und Baubetreuung, Bauträger und der Immobilienverwaltung tätig. Der eigene Wohnungsbestand umfasst in der Metropolregion Nürnberg und den Ballungsräumen Regensburg und Dresden rund 5.500 Wohneinheiten.

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