Inno4wood Barcamp „Holz trifft Digital“ – ein Netzwerkformat das gut ankam

Kempten, 10./11.Mai 2019: Über 200 Teilnehmer des Inno4wood-Barcamps waren sichtlich begeistert von dem neuen Veranstaltungsformat zu dem das Holzforum Allgäu e.V., die Hochschule Kempten und das Kompetenzzentrum Handwerk Digital in die Hochschule Kempten eingeladen hatte. Akteure und Experten aus der Holzbranche und digitaler Berufe sollten gemeinsam Ideen für eine bessere Zukunft entwickeln.

Als große Besonderheit der Veranstaltung waren TeilnehmerInnen der gesamten Wertschöpfungskette Forst-Holz und Digitalexperten, Professoren und Studierende vertreten. Die Forst-Holz Kette war dabei mit VertreterInnen aus dem Bereich des Forstwesens, der Sägereien, der Zimmerer, der Holzbauer, Schreiner und Planer besetzt. So vielschichtig das Thema Digitalisierung in der Holzbranche ist, so unterschiedlich waren auch die Themen die in den Sessions diskutiert wurden.

(Foto: Inno4Wood Barcamp)

Die Arbeitsphase

Eine Neuheit für die Branche im Unterschied zu vertrauten Vortragsveranstaltungen war, dass nach sich der Begrüßung der TeilnehmerInnen alle mit drei Stichpunkten kurz vorstellten. So wurde ein erster Kontakt zwischen den Teilnehmern hergestellt. Auch das „Du“ für alle gehörte zu den Regeln des Barcamps, was für eine lockere und entspannte Atmosphäre gesorgt hat.

Anschließend wurden die „Geber“ von Sessions durch den Moderator Christoph Krause nach vorne gebeten kurz das Thema vorzustellen, über das sie mit anderen Teilnehmern diskutieren möchten. Mit einer kurzen Abfrage des Interesses beim Publikums kam das Thema auf die Agenda. So gestalteten die Teilnehmer das Programm selbst.

Damit wurden am ersten Tag z.B. Digitale Holzprojekte und BIM entlang des Planungsprozesses vorgestellt und der Arbeitsplatz der Zukunft gezeigt. Weiterhin die Frage wozu betriebliche Prozesse modellieren und welche Tools man im Internet dafür findet, das Thema wie man Digitalisierung anpacken kann und eine Organisationspsychologin trug bei was der Mensch bei digitaler Transformation braucht. Auch am zweiten Tag fanden sich nach der Sessionbildung spannende Themen auf der Agenda wieder. Wie eine progressive WebApp betrieblich genutzt werden kann, was digitale Kommunikation braucht und wie Unternehmen mit denen Umgehen, die zum Prozess gehören jedoch digital nicht mitmachen wollen.

Die Einladung an die Teilnehmer war, sich in den Sessions mit den eigenen Gedanken, Fragen oder auch Erfahrungen einzubringen. Die Gruppen umfassten 10-40 TeilnehmerInnen, eine Größe in der es sich noch gut über die betrieblichen „Painpoints“ des betrieblichen Alltags sprechen lässt. Die vielen unterschiedlichen Themen regten Diskussionen an, die in den Pausen ihre Fortsetzung fanden.

(Foto: Barcamp - Teilnehmer entscheiden sich für Sessions)

Die Ergebnisse

Als besonders bereichernd wurde neben dem Blick der eigenen Branche die Ergänzungen der anderen Akteure der Wertschöpfungskette empfunden. Betriebliche Fragestellungen sind häufig ähnlich und dann kann die Frage eines Forstbetriebs sehr wohl in den Erfahrungen eines Schreiners ihre Antwort finden. „Spannend, dass jemand von außen, eine ganz neue Idee hat, der nichts mit dem Thema zu tun hat – man darf die Kreativität Anderer nutzen um selbst voranzukommen“, so Florian Vögele, FBG Oberallgäu e.V..

Die Dynamik dieses Formats ermöglicht es viele unterschiedliche Impulse in praktische Umsetzungsmöglichkeiten zu übernehmen, ein Grundverständnis digitaler Möglichkeiten hin zu zukünftigen Entwicklungen mitzunehmen. Digitalisierung ist ein Weg, der so individuell gegangen wird, wie der Betrieb besonders ist. Hierfür ist das Barcamp als Austauschplattform ideal. Fotobox, Virtual Reality Station, leckere Burger, Allgäuer Kässpätzen und Allgäuer Bier sowie flotte Musik sorgten für einen lockeren und einladenden Rahmen, den die Teilnehmer bis in den späten Abend für gute Gespräche nutzten. „Die Resonanz der TeilnehmerInnen war überwältigend“, so Maike Breitfeld vom Holzforum Allgäu e.V. und Initiatorin des Barcamp, der Wunsch nach Wiederholung der Veranstaltung war die häufigste Aussage in den Rückmeldungen „größer kann ein Kompliment nicht sein, oder?“ Auch der hohe Anteil der junger TeilnehmerInnen fiel auf, „eine richtig gute Mischung aus Jung und Junggebliebenen“ meint Hugo Wirthensohn, Vorstand des Holzforum Allgäu e.V..

 

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