Prinz Eugen Park im Fokus des bayerischen Holzbaus

1.800 Wohnungen sollen entstehen, im Prinz-Eugen-Park, dem ehemaligen Militärgelände, das sich östlich des Englischen Gartens im Münchner Stadtteil Oberföhring auf 30 Hektar erstreckt. Im südlichen Bereich entsteht mit rund 570 Wohnungen eine Ökologische Mustersiedlung in Holzbauweise. Damit möchte die Landeshauptstadt München den modernen Holzbau etablieren und neue Maßstäbe in puncto Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung setzen.

Unterschiedliche Gebäudetypen bis hin zu siebengeschossigen Häusern werden dort errichtet und damit die derzeit größte zusammenhängende Holzbausiedlung Deutschlands begründen.

Am 22. Februar 2019 bot die Hochschule Augsburg mit Ihrer Holzbautagung unter dem Titel Holzbau 19 die Möglichkeit sich hautnah über das Projekt informieren zu lassen. Mikado berichtete darüber und stellte uns Bildmaterial zur Verfügung.

Michael Merk (Ingenieurbüro Fire & Timber .Ing GmbH), Annette Hafner (Ruhr-Universität Bochum), Markus Bernhard (IngPunkt Ingenieurgesellschaft für das Bauwesen), Ulrike Klar (Leiterin Stadtsanierung und Wohnungsbau im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Landeshauptstadt München), Josef Huber (Huber & Sohn GmbH), Stefan Mayerhofer (dressler mayerhofer rössler architekten und stadtplaner), Wolfgang Huss (Hochschule Augsburg) und Konrad Merz (merz kley partner) berichteten über Ihre Erfahrungen und illustrierten die unterschiedlichsten Perspektiven des Projekts.

Eine weitere Möglichkeit sich live von dem Projekt begeistern zu lassen bietet das Holzbaunetzwerk München am 24. Mai 2019 direkt vor Ort.

Wolfgang Huß von der gastgebenden Hochschule nannte das Projekt einen wichtigen Meilenstein für den Holzbau in Bayern. Die Unternehmer Stefan Mayerhofer, Michael Merk, Josef Huber berichteten von den Herausforderungen im Bauprozess. Annette Hafner von der Ruhr Uni Bochum begleitet das Projekt durch die Bilanzierung und Bewertung des Einsatzes von nachwachsenden Rohstoffen. Die Stadt München möchte mit der ökologischen Mustersiedlung in Holzbauweise neue Maßstäbe in puncto Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung setzen.

Der Unternehmer Konrad Merz, ermutigte die 140 Besucher zum Abschluss der Veranstaltung Holzbau zu wagen die Materialkosten höher sind als die von Beton. Der Mehrpreis muss durch umfangreiche Funktionalitäten wettgemacht werden. Eine Holzdecke muss demnach mehr können, als nur zu tragen. Verfügt sie beispielsweise auch über eine akustische Wirkung, ist sie der Betondecke trotz höherem Preis wieder überlegen.

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