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Cross-Cluster-Projekt HoKuRo erfolgreich abgeschlossen

Das Cluster Forst und Holz und das Cluster Neue Werkstoffe in Bayern haben das gemeinsame Projekt HoKuRo - Holz und Kunststoff als Rohstoffbasis biobasierter Verbundwerkstoffe durchgeführt und die Potenziale für das nachhaltige Wirtschaften mit biobasierten Produkten im Rahmen der Initiative Bioökonomie analysiert. Die formulierten Ziele und die daraus entstandene Roadmap wurden dem Projektförderer - dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, vertreten durch die Ministerin Aigner und Herrn Staatssekretär Pschierer - final am 11.09.2017 bei der Einweihung des neuen Standorts von Bayern Innovativ in Nürnberg persönlich vorgestellt.

Das Cluster Forst und Holz und das Cluster Neue Werkstoffe in Bayern haben das gemeinsame Projekt HoKuRo - Holz und Kunststoff als Rohstoffbasis biobasierter Verbundwerkstoffe durchgeführt und die Potenziale für das nachhaltige Wirtschaften mit biobasierten Produkten im Rahmen der Initiative Bioökonomie analysiert. Die formulierten Ziele und die daraus entstandene Roadmap wurden dem Projektförderer - dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, vertreten durch die Ministerin Aigner und Herrn Staatssekretär Pschierer - final am 11.09.2017 bei der Einweihung des neuen Standorts von Bayern Innovativ in Nürnberg persönlich vorgestellt.

Daumen hoch für neue Werkstoffe: Axel Jentsch, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung, Prof. Peter Karlinger, Dr. Jürgen Bauer und Dr. Tobias Schwarzmüller (v. l.) bei der Vorstellung des Projektes im Rahmen der Eröffnung des neuen Gebäudes für Bayern innovativ in Nürnberg - Tullnaupark (linkes Bild). Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Staatsministerin Ilse Aigner und Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger (v.l.) bei der Präsentation der Ergebnisse (rechtes Bild). © Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie / Thomas Geiger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisse

Aus Sicht der beiden Cluster gibt es im Bereich der Holzwirtschaft viele Ansatzpunkte für Innovationstransfers und richtungsweisende Materialentwicklungen. Es wurden zukunftsfähige Marktchancen aufgezeigt und gezielt Netzwerke mit Technologieanbietern und Partnern aus F & E für die Entwicklung neuartiger Werkstoffe initiiert.

Dabei stellte sich heraus, dass die Zielsetzung unseres gemeinsamen Projektes HoKuRo zielgenau ausgerichtet ist auf die Handlungsfelder der kürzlich von der Bundesregierung veröffentlichten Charta für Holz 2.0:

  • Potenziale von Holz in der Bioökonomie
  • Material- und Energieeffizienz und
  • Ressource Wald und Holz

Unsere erarbeiteten Roadmaps des Projektes HoKuRo beinhaltet u.a.:

  • Potenziale für die werkstoffliche Nutzung von Holz im Verbund mit Kunststoff, für innovative Materialentwicklungen und zukünftige Marktchancen
  • Vernetzung von Unternehmen aus der holzverarbeitenden Branche und der Kunststoff-/ Verbundwerkstoffindustrie sowie mit Technologieanbietern/-entwicklern aus Industrie und Wissenschaft
  • Gezielte Vernetzung durch B2B Partnering-Veranstaltung am 20. Juli 2017 in Rosenheim. Dort wurden bilaterale Kooperationen und Verbundvorhaben initiiert und strategische Entwicklungskooperationen angebahnt.
Graphische Darstellung der Roadmaps (Höhere Auflösung: linkes Bild rechtes Bild)

Workshops in Nürnberg

Die Ergebnisse von Workshop 1 in Nürnberg am 14. Februar 2017 und von Workshop 2 in Nürnberg am 17. Mai 2017 zeigen, dass es nicht leicht ist, Potenziale für die werkstoffliche Nutzung von Holz im Verbund mit Kunststoff, für innovative Materialentwicklungen und zukünftige Marktchancen zu erarbeiten. Mit einer projektbegleitenden Fragebogenaktion und im anschließenden 2. Workshop konnten wir dann die Fragestellung nach dem zeitlichen Zugang zu Technologie- und Marktwissen für die Erstellung der Technologie-Roadmap genauer identifizieren.

Das Ergebnis des Projektes HoKuRo kann unter dem Schlagwort „neuartige Holzfasern schaffen“ zusammengefasst werden. Außerdem muss die Grundlagenforschung vertieft werden, um Festigkeitswerte rechnerisch vorhersagen zu können und optimiertere Aufschlussverfahren zu entwickeln.

Bei der Stoff- und Ideensammlung war der Zeithorizont im Wesentlichen mittelfristig ausgerichtet. Es fiel den Teilnehmern anfangs schwer, langfristige Themen und Projektideen zu entwickeln. Im Zielfokus stand nach dem 1. Workshop die Weiterentwicklung und Modifizierung der WPC-Produkte im herkömmlichen Sinn. Erst bei einer langfristigen Betrachtungsweise erarbeitete die Expertenrunde neue Ideen der Holz-Modifizierung und veränderten Herstellungsweise der Holzfasern selbst. Hohe Ausbeuten und hohe Festigkeiten mit geringstmöglichem Energieaufwand bei der Herstellung war am Ende der Zielkorridor. Um im Zeitraum von ca. 10 Jahren erfolgsversprechende Ergebnisse und Produkte zu produzieren, bedarf es dafür erhöhter Grundlagenforschung zu den Festigkeitseigenschaften der Fasern selbst oder im Verbund, um dadurch Festigkeiten neuartiger Fasern rechnerisch zu prognostizieren. Es bedarf neuer Faserherstellungsverfahren, um schonender herzustellen und mit effizienteren Ausbeuten rechnen zu können. Auch muss der energetische Aufwand dafür so gering wie möglich sein. Diese komplexen Fragestellungen müssen dann über viele Versuchsreihen optimiert in die Herstellung von innovativen Produkten einfließen.

Partnersuche in Rosenheim

Am 20.07.2017 trafen sich Experten an der Hochschule Rosenheim, um sich vor Ort über neue Möglichkeiten der Herstellung und Verarbeitung von Holz-Verbundwerkstoffen persönlich informieren zu lassen.

Im Rahmen der HoKuRo Partnering-Veranstaltung für „Holz- und biobasierte Werkstoffe und Verbundwerkstoffe“ begrüßten Prof. Dr. Harald Krause, wissenschaftlicher Leiter der Abteilung "Forschung und Entwicklung Hochschule Rosenheim", Dr. Jürgen Bauer, Geschäftsführer Cluster-Initiative Forst und Holz Bayern und Dr. Tobias Schwarzmüller von Bayern Innovativ rund 50 Gäste aus dem In- und Ausland zum interdisziplinären Gedankenaustausch.

Die Professoren des Kompetenzzentrums Holz-Kunststoff-Verbunde, Prof. Dipl.-Ing. Karlinger, Prof. Dr. Michanickl und Prof. Dr. Schemme erörterten die neu geschaffene Infrastruktur an der Hochschule und gaben Einblicke in die zukünftigen Forschungsthemen und Entwicklungsziele. In Ihrem Vortrag „Holz als Ausgangskomponente polymerer Verbundwerkstoffe“ veranschaulichten sie anhand des Projektes MUNACU (Multifunktionale Naturfaser Kunststoff Composites), wie mithilfe neuentwickelter Fertigungsanlagen unterschiedliche Varianten für die Produktion von Naturfaser-Kunststoff-Verbundwerkstoffen bis hin zu fertigen Bauteilen erforscht und hergestellt werden können.

Ausblick

Um den Wissenstransfer in der strategischen Ausrichtung hinsichtlich nachhaltiger Produktentwicklung im Rahmen der Bioökonomie noch stärker als bisher zu unterstützten, beabsichtigen wir einen weiteren Workshop zu unserem Projekt HoKuRo.

Die erarbeitete Erfolgsformel ist klar: Höhere Innovationsfähigkeit  erfolgreichere Unternehmen, um zukünftigen Herausforderungen noch besser begegnen zu können. Kooperation zwischen Unternehmen aus der Holzbranche und anderen Werkstoffbereichen, insbesondere aus der Kunststoff-/Verbundwerkstoffindustrie ist ein erfolgsversprechender Ansatz. Innovative Produkte und Technologien können so entstehen und neue Märkte für die Unternehmen erschlossen werden.

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