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„Holzbotschafter on Tour“ in Bayern und Österreich

Im Rahmen des Interreg-Projekts Inno4wood fand Mitte August eine Besuchsreihe der Projektpartner zu diversen Holzforschungseinrichtungen in Österreich und Bayern statt. Neben vielen Einblicken in aktuelle Forschungsfragen hat die Tour auch eines ergeben: es ist vielerorts mehr Austausch und Vernetzung gewünscht.

Wo sind die großen Ideen nach dem Brettsperrholz? Warum wird doch so einiges Holz direkt thermisch verwertet anstatt zuerst in die kaskadische, also stoffliche Nutzung zu gehen? Welche Teile der Kunststoffindustrie können wir durch nachhaltige Naturfasern ersetzen?

Von der Nanoebene in der Zellwand bis zu tonnenschweren Tests im Ingenieurholzbau beschäftigen sich Wissenschaftler und Holzexperten in Österreich und Bayern mit diesen Zukunftsfragen. Speziell der angewandten Forschung kommt hierbei große Bedeutung zu.

Fasertechnologie in der Autoindustrie, intelligenter Sonnenschutz aus Zellstoffpaneelen, neue Einsatzmöglichkeiten für Laubholz in Hinblick auf den Klimawandel - die Liste der Forschungsthemen ist lang und beeindruckend. Der Werkstoff Holz könnte aber trotz seiner vielfältigen Einsatzgebiete noch effizienter genutzt werden, so die Experten. Die europäische Holzindustrie ist zwar im weltweiten Vergleich führend auf dem Holzwerkstoffsektor – doch die Konkurrenz schläft nicht. Dementsprechend wird in die Forschung investiert.

Die Erhöhung der Forschungsquote ist ein allgemeiner Trend und das erklärte Ziel vieler EU Staaten. Entwicklungspotenzial sehen einige der besuchten Experten in der Bündelung ihrer Aktivitäten. “Viele kleine Institute leisten hervorragende Arbeit, die Frage stellt sich allerdings, ob nicht doch noch mehr Miteinander möglich ist.“ so beispielsweise Univ.-Prof. Alfred Teischinger von der Universität für Bodenkultur am Standort Tulln a.d.Donau. Prinzipiell kennt man sich in der Welt der Holzforschung. Durch die Drittmittelforschung ist man sich aber Freund und Mitbewerber zugleich.

Auf Clusterebene steht daher das Thema Vernetzung stets im Mittelpunkt. Die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde kürzlich bei einem Besuch des neuen proHolz Bayern Vorsitzenden DI Alexander Gumpp und dem Vorsitzenden von Holzbau Deutschland und Präsidenten der bayerischen Zimmerer Peter Aicher bei proHolz Tirol unterstrichen.

Bild 1:
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v.l.: Der bayerische Zimmererpräsident und Vorsitzender von Holzbau Deutschland Peter Aicher, proHolz Tirol Vorstandsvorsitzender Karl Schafferer, der neue proHolz Bayern Vorsitzende Alexander Gumpp, Geschäftsführer von proHolz Tirol Rüdiger Lex und Inno4wood Projektleiterin Eva Moser in Innsbruck.

Bild 2: bild 2 web

Die Holzbotschafter Markus Blenk (Cluster Forst und Holz in Bayern) Maike Breitfeld (Holzforum Allgäu) Philipp Zingerle (Universität Innsbruck) und Eva Moser (proHolz Tirol) zu Gast bei Prof. Dr. Klaus Richter (Bildmitte) an der Holzforschung der Technischen Universität München (HFM).

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Geschäftsführer DI Manfred Augustin (4.v.l.) erklärt diverse Prüfeinrichtungen in der Halle der holz.bau forschungs GmbH an der TU Graz.

Bild 4: bild 4 web

Der Holztechnologe Univ.-Prof. DDr. Alfred Teischinger (2.v.l.) forscht an Holzfasern und führte die Holzbotschafter und ihre Begleiter durch das Universitäts- und Technologiezentrum (UFT) der Universität für Bodenkultur (BOKU) am Standort Tulln.

Bilder ©proHolz Tirol

„Holzbotschafter on Tour“ fand im Rahmen des Interreg-Projekts Inno4wood statt. Die Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, das Holzforum Allgäu, der Verein proHolz Tirol und die Universität Innsbruck haben sich für das Projekt „Inno4wood“ zusammengeschlossen, um Innovationen in der Forst- und Holzbranche zu fördern. Ziel von Inno4wood ist es, Unternehmern entlang der Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier einen grenzüberschreitenden Zugang zu Kompetenzen, Know-how sowie Forschungs- und Entwicklungsergebnissen zu erleichtern. Das Vorhaben wird kofinanziert durch das Interreg-Programm der Europäischen Union.

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