Einladung zum 32. Weihenstephaner Forsttag

"Vom Waldsterben zum Klimawandel - 50 Jahre Forststudium in Weihenstephan"

Genau vor 50 Jahren – zum Wintersemester 1972/73 – startete die Forstausbildung an der seinerzeitigen Fachhochschule Weihenstephan. Am Grünen Campus in Weihenstephan werden seither fachlich versierte Expert:innen für den Wald ausgebildet. Über tiefgreifende gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen hinweg ist die Wahrnehmung der Forstingenieur:innen als Hüter:innen eines gefährdeten und überlebenswichtigen Ökosystems konstant geblieben.

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Regionale Holzkette Südostoberbayern thematisiert Nasslager

Regionale Forst- und Holzkette wächst zusammen

Projektzusammenschluss „Regionale Holzkette Südostoberbayern“ bearbeitet Thema Holz-Nasslager-Möglichkeit

Die Forst- und Holzwirtschaft ist eine der wichtigsten Wirtschaftszweige in der Region. Allein in Oberbayern arbeiten 48.700 Menschen (Bayern: 163.500) am oder mit dem Rohstoff Holz. Der Umsatz der Branche beträgt bayernweit rund 41 Mrd. €. Dennoch ist der Wald im Rahmen des Klimawandels immer häufiger von Kalamitäten wie Sturmwürfen betroffen. Um sich hier logistisch besser aufzustellen, trafen sich am 23. Mai 2022 in Rosenheim bei der Raiffeisenbank zentrale Vertreter aus dem Privatwald, den Bayerischen Staatsforsten, den Sägewerken und den Zimmereien unter Moderation der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern.

Die Holzenergie und insbesondere das Bauen mit Holz ist nach Experten zufolge ein wichtiger Schlüssel in der Bewältigung des Klimawandels, da jeder Kubikmeter des nachwachsenden Rohstoffs 1 t CO2 bindet. Auch der Zuwachs in Bayerns Wäldern ist beachtlich: alle 40 Sekunden wächst ein Holzhaus nach. Um die Potenziale der heimischen Forst- und Holzwirtschaft in der Region noch besser zu nutzen, wollen die Akteure der Wertschöpfungskette verstärkt regional zusammenarbeiten und haben sich daher zum Projekt „Regionale Holzkette Südostoberbayern“ zusammengefunden. Ein Thema dabei ist auch, wie man den durch Stürme oder Borkenkäferbefall bedingten Holzanfall besser puffern kann z.B. in sogenannten beregneten Nasslagern. Das Rundholz aus dem Wald kann hier bis zu 2 Jahren eingelagert werden und dabei die Qualität konserviert werden. Zu diesem Thema trafen sich daher am 23. Mai 2022 in Rosenheim in der Zentrale der Volks- und Raiffeisenbank Rosenheim Vertreter aus der Branche.

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Die Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern brachte Vertreter der (Privat-) Waldbesietzervereinigungen, den Bayerischen Staatforsten, Sägewerken, Zimmereien sowie der Politik und dem Bankwesen bei der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim zusammen, um über das Thema der Nasslagerung zu diskutieren und Lösungsansätze sowie Finanzierungmöglichkeiten abzuwägen.

Abgeordneter Klaus Stöttner hat den Prozess mit der Raiffeisenbank Rosenheim angestoßen. Zusammen mit Reinhard Frauscher, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Rosenheim, ist er überzeugt, eine Zwischenfinanzierung ermöglichen zu müssen. Fraglich ist noch, wie eine Konzeption aussehen könnte. Hier bedankt sich Stöttner, bei Dr. Jürgen Bauer, Geschäftsführer der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern. „Wir wollen die Regionale Holzkette stärken, vor allem mit allen kleinen Betrieben, die wichtige Akteure sind. Holz hat goldenen Boden und gemeinsam können wir handeln“ betont Jürgen Bauer. Mit der proHolz Bayern Kampagne, „Wir bauen auf heimisches Holz“ sind die ersten Grundsteine gelegt. Bauer hat auch den Umgang mit Kalamitäten angesprochen. „Der Klimawandel wird uns in Zukunft Holz in Wellen vor die Füße spühlen. Hier muss die Einlagerung von Holz aus dem Privatwald logistisch und prozesstechnisch weiter entwickelt werden“

Gemeinsam will Südostoberbayern als Modellregion für Bayern das Thema der Nasslagerung, wie auch die gesamte Regionale Wertschöpfungskette weiter verbessern und optimieren. Thomas Pichler, Obermeister der Rosenheimer Zimmerer-Innung, bringt es auf den Punkt „Unser Holz aus der Region raus zu fahren, um es dann teuer zurückzukaufen, ist nicht die Lösung“. Die Zimmerer, die die „Regionale Holzkette Südostoberbayern“ im Frühjahr 2021 beim Ministerium mit angestoßen haben, denken lösungsorientiert und stellen den Gedanken einer Genossenschaft in den Raum, um gemeinsam die Kräfte zu bündeln. Die Waldbesitzervereinigungen befürworten die Nasslagerung und danken den Bayerischen Staatsforsten für die gute Zusammarbeit im aktuellen Projekt.

Felix Beil, Forstwirtschaftsstudent aus Weihenstephan, präsentierte seine Erhebung zum Status Quo aber auch innovative Ansätze z.B. zur Vorfinanzierung aus dem Kleinprivatwald. Die Bayerischen Staatsforsten mit ihren bestehenden Nasslagern an mehreren Standorten in Oberbayern signalisierten auch, dass der Privatwald im Fall des Falles das Nasslager gegen Gebühr mitbenutzen darf. Neben dieser Möglichkeit wäre es begrüßenswert, wenn zusätzlich eine Betreibergenossenschaft oder die Waldbesitzervereinigungen im Verbund weitere Nasslagerkapazitäten aufbauen.

Als Auftrag für die nächste Zeit müssen laut Clustersprecher Prof. Hubert Röder die Akteure der Wertschöfpungskette für das Thema Nasslager noch mehr sensibilisiert werden, wobei das Cluster Forst und Holz hier unterstützend tätig wird. Die Vertreter des Privatwaldes wiederum werden sich mit den diskutierten Modellen der Vorfinanzierung in ihren Gremien beschäftigen. Es ist ein weiteres Treffen im Herbst diesen Jahres geplant, um die nächsten Schritte zu konkretisieren.

 

Projekt „Regionale Holzkette Südostoberbayern“

Als im Frühjahr 2021 die Holzpreise ihre Wellen schlugen, hat die Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH das Pilot-Projekt „Regionale Holzkette Südostoberbayern“ ins Leben gerufen, um die Beteiligten der Wertschöpfungskette regional zusammen zu bringen und Holz in der Region zu halten. Viele Interessierte aus den Bereichen Forst, Sägewerk, Holzhandel, Weiterverarbeiter, Zimmerer & Holzbau-Unternehmen sowie Architekten & Planer und Kommunen & Bauherren haben sich seit dem getroffen und vielseitige Themen diskutiert. Ein daraus gewählter Arbeitskreis aus Vertretern jeder Wertschöpfungsstufe arbeitet intensiv an den verschiedenen Themen.

 

Weitere Informationen:

 

Stand: 23.05.2022

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Rückblick: Herausforderung Wiederaufforstung

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Herausforderung (Wieder-)Aufforstung - Ressource Holz & Forstlicher Unternehmertag Teil 3

Der Forstliche Unternehmertag und die Fachtagung Ressource Holz werden 2021 kombiniert und in einem rein digitalen Format stattfinden. An vier Terminen im Laufe des Jahres möchten wir gern mit Ihnen zusammen auf aktuelle Entwicklungen und Trends in der Branche eingehen. Zum dritten Termin der Reihe lädt das Fraunhofer IFF gemeinsam mit dem Cluster Forst und Holz Bayern, der TU München und dem Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan ein.

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'Digitalisierung in der Holzerntekette': virtuelle Veranstaltung zeigt Chancen auf

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Nachdem der Unternehmertag 2021 aufgrund Corona verschoben werden musste, haben die Organisatoren diese virtuelle Reihe mit vier Terminen für das Jahr 2021 umgesetzt. Ziel ist der Wissenstransfer an die deutschen Forstunternehmer als zentrales Bindeglied zwischen Forstwirtschaft und Holzabnehmer. Diese Verbindung zwischen den Beteiligten erfährt nun mit der Digitalisierung einen massiven Schub.

 

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Wald als Schlüsselfaktor gegen den Klimawandel

Beitrag auf BR2 in der Reihe "IQ - Wissenschaft und Forschung"
mit dem Titel "Wälder für eine wärmere Zukunft - Bäume im Klimatest"

Intakte und leistungsfähige Wälder gelten als einer der Schlüsselfaktoren gegen den Klimawandel – doch ausgerechnet letzterer setzt Fichte, Buche und Co. selbst unter enormen Druck. Insbesondere die letzten drei Jahre verdeutlichen dies: Heiße Sommer, milde Winter, Trockenheit und Schadinsekten setzten vor allem der Hauptbaumart in den deutschen Wäldern, der Fichte, zu. Doch auch an den bislang als robuster geltenden Laubbäumen wie Buche und Eiche zeigen sich bisweilen bereits erste Schäden. Für die bayerische Forst und Holzwirtschaft stellt sich mehr denn je die Frage: Wohin geht die Reise und wie muss der Fahrplan gestalten werden?

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