Bioökonomie: zentrales Zukunftsthema für die europäische Forst- und Holzwirtschaft

Am 10. Mai 2021 erörterten Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Clustersprecher Alexander Gumpp sowie Dr. Jürgen Bauer, Geschäftsführer des Clusters Forst und Holz in Bayern unter anderem die Zukunft der bayerischen Bioökonomie. „Holz spielt als nachwachsender Rohstoff im Rahmen unserer bayerischen Bioökonomiestrategie Zukunft.Bioökonomie.Bayern eine wichtige Rolle. Mit neuartigen Verfahren können aus Holz z.B. biobasierte Chemikalien gewonnen werden“, so Wirtschaftsstaatssekretär Weigert. Der Cluster soll mit Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums bis Ende des Jahres 2021 Informationen zu Ressourcenverfügbarkeiten und Wertschöpfungsketten im Holzbereich ausarbeiten und gemeinsam mit Invest in Bavaria die Ansiedlung entsprechender Firmen in Bayern bewerben.

Verschiedene Nutzungsoptionen von Holz ausschöpfen

Neben der Bioökonomie identifizierten die Teilnehmer die Holzenergie als einen zentralen Baustein für die ländlichen Räume Bayerns. Die hohe strategische Bedeutung verschiedener Nutzungsmöglichkeiten für die vielen Holzsortimente unterstrichen Weigert, Gumpp und Dr. Bauer. „Nur durch die nachhaltige Nutzung von Holz getreu unserer Leitlinie ‚Schützen und Nutzen‘ können wir die hohe Nachfrage nach dem nachwachsenden Rohstoff langfristig bedienen und dabei aktiven Klimaschutz betreiben“, betonte Weigert. Denn Holz in all seinen Verarbeitungsformen binde langfristig CO2. Diese Botschaft in die Gesellschaft zu tragen, ist Aufgabe des Imagebündnisses proHolz Bayern. „Besonders im Holzbau kommt diese Klimaschutzfunktion unseres heimischen Rohstoffes zum Tragen“, ergänzte Alexander Gumpp, neben seinem Ehrenamt als Clustersprecher zugleich Holzbauunternehmer aus Binswangen.  

Silver label der European Cluster Excellence Initiative (ECEI) für Cluster Fort und Holz

„Der Cluster Forst und Holz in Bayern ist besonders für die kleineren Unternehmen in der Forst- und Holzwirtschaft sehr wichtig“, sagte Weigert.  Die aktuelle Auszeichnung mit dem silver label der European Cluster Excellence Initiative (ECEI) sei hochverdient. Das European Secretariat for Cluster Analysis (ESCA) untersucht europäische Cluster und vergibt nach einem Benchmarking und ein- bzw. zweitägigen Audits die Excellence-Labels Bronze, Silver und Gold. Der Cluster Forst und Holz in Bayern ist nach einem Re-Zertifizierungsprozess seit Anfang Mai 2021 der einzige deutsche Forst- und Holzcluster mit dieser Auszeichnung.  Für die Politik bedeuten die Labels, dass sie die Spitzenpositionen ihrer Cluster und deren Unternehmen durch eine externe Evaluierung europaweit belegen und damit im Wettbewerb der Standorte um Fördergelder oder um Fach- und Führungskräfte punkten können.

 

Cluster Forst Holz Staatssekretär 14.00 Uhr a

 

 

 

Stand: 22.05.2021

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