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Projekt BAMBI
(Bayern als Markt für Bioökonomie und industrielle Innovation)

Marktpotenzial holzbasierte Bioökonomie in Bayern

Laufzeit: 01.02.2025 - 31.07.2026

Hintergrund

Der Freistaat Bayern hat sich große Ziele zur „Bioökonomische Transformation“ gesetzt. Die Bioökonomie sieht einen grundlegenden Strukturwandel vor: Eine auf fossilen Rohstoffen basierende Wirtschaft soll kontinuierlich in eine zukunftsfähige, nachhaltige und biobasierte Wirtschaftsweise überführt werden. Sie hat erhebliches Potenzial, berücksichtigt die Begrenzung natürlicher Ressourcen und trägt zum Erhalt der Biodiversität bei. Bayern hat hierfür beste Voraussetzungen: Land- und Forstwirtschaft stellen hochwertige biogene Rohstoffe in großer Menge zur Verfügung, Universitäten und Forschungseinrichtungen sind exzellent aufgestellt und die Industrie verfügt über großes Knowhow und Technologien.

Mit der Bioökonomiestrategie „Zukunft.Bioökonomie.Bayern.“ hat die Bayerische Staatsregierung wichtige Schritte eingeleitet, um einen Wandel hin zu einer nachhaltigen Bioökonomie zu fördern. Diesen Weg verfolgt sie konsequent.

In Bayern spielt Holz eine besondere Rolle, da es ein reichlich und nachhaltig verfügbarer nachwachsender Rohstoff ist. Zudem sind seine Einsatzmöglichkeiten vielfältig. Höherwertige Sortimente finden bereits seit langem in der Sägeindustrie, im Holzbau und im Innenausbau Verwendung. Doch die Rahmenbedingungen in der Rohstoffversorgung ändern sich ähnlich schnell wie die Strukturen der Industrie und des Marktes. Geringwertige oder schwer verkäufliche Nadelholzsortimente sowie das zunehmend verfügbare Laubholz werden bisher vor allem in der leider rückläufigen Holzwerkstoff- und Papierindustrie genutzt oder energetisch verwerte. Ergebnisse intensiver Forschung und Entwicklung an Hochschulen und in den Unternehmen zur innovativen und wertschöpfenden Verwendung dieser Holzsortimente stehen zwar zur Verfügung, zeigen aber noch nicht die gewünschte Wirkung.

Das Vorhaben „BAMBI“ soll prüfen, wie die Entwicklung und Umsetzung der holzbasierten Bioökonomie in Bayern beschleunigt werden kann. Gleichzeitig soll es die Erreichung der strategischen Ziele der bayerischen Wirtschaftspolitik unterstützen.

Projektziel

Das Ziel des Projekts ist die Auslotung des Marktpotenzials für eine holzbasierte Bioökonomie in Bayern zur beschleunigten Ansiedlung industrieller Produktion für mehr regionale Wertschöpfung aus dem heimischen Rohstoff Holz im Rahmen einer intensiven Beteiligung der handelnden Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Teilziele sind:

  • Analyse und Definition des Bedarfs zur beschleunigten Umsetzung der holzbasierten Bioökonomie
  • Analyse und Beschreibung der Potenziale im Freistaat Bayern
  • Analyse des Umfelds für die beschleunigte Umsetzung
  • Prüfung der Voraussetzungen und Anforderungen für bzw. an eine Umsetzung
  • Erstellung eines Konzepts für eine Umsetzung

Projektinhalte und Vorhabenstruktur

Das Projekt ist in mehrere Arbeitspakete (AP) gegliedert.

Im AP 1 werden wesentliche Stakeholder aus den Bereichen Wirtschaft, Forschung und Entwicklung sowie Politik identifiziert und das interne und externe Umfeld werden geprüft und beschrieben. Als internes Umfeld werden die Akteure der Wertschöpfungskette Forst & Holz in Bayern bezeichnet. Als externes Umfeld werden Akteure nachgelagerter / benachbarter Branchen und Wirtschaftszweige, insbesondere solche mit möglicher künftiger Bedeutung, innerhalb und außerhalb Bayerns bezeichnet (z. B. chemische Industrie). Die Umfeldanalyse dient dazu, potenzielle „Themenfelder“ und deren mögliche Bedeutung für eine künftige Fokussierung in Bayern zu beschreiben.

Im AP 2 werden die „Themenfelder“ im Rahmen eines Beteiligungsprozesses im Hinblick auf eine mögliche Umsetzung / Anwendung in Bayern gezielt analysiert und bewertet werden. Dabei sollen sowohl Chancen als auch Herausforderungen identifiziert und mögliche Lösungsvorschläge entwickelt werden. Ein Schwerpunkt ist die Identifizierung von zeitnah umsetzbaren Technologien („Low Hanging Fruits“). Im Rahmen des Beteiligungsprozesses findet auch ein „Match Making“ statt (AP 3).

Im AP 4 wird aus den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses ein Konzept für die industrielle Umsetzung der holzbasierten Bioökonomie in Bayern entwickelt. Dabei werden Themen, Ziele und Strategien abgeleitet und in einer Roadmap dargestellt.

AP 5 umfasst die zielgruppenspezifische Kommunikation und Dissemination der Projektergebnisse.

Meldungen und Veröffentlichungen

Projektpartner

Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH

Stefan Torno

Chemie Cluster Bayern GmbH

Dr. Theresa Dörres

C.A.R.M.E.N. e.V.

Alexander Schulze

.bwc management consulting GmbH

Ludwig Lehner

mccinnovare

Marina Crnoja-Ćosić

Links

Förderung

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) fördert das Projekt BAMBI im Rahmen der Cluster-Offensive Bayern und der Umsetzung der Bayerischen Bioökonomiestrategie „Zukunft.Bioökonomie.Bayern“. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.stmwi.bayern.de/wirtschaft/forschung-technologie/cluster-offensive-bayern/ sowie https://www.stmwi.bayern.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/biooekonomie/.

          Kontakt

          Postanschrift:

          Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH
          Obere Hauptstraße 36
          85354 Freising
          +49 8161 96 995-60

          Geschäftsführer:

          Alexander Bogner
          +49 8161 96 995-63
          post@cluster-forstholzbayern.de