Die Preise für Heizöl und Treibstoffe erreichen derzeit fast täglich neue Spitzenwerte. Heizöl kostet so viel wie zuletzt 2012 und 2008. Nach Jahren günstigster Energiepreise ist Öl derzeit ein gefragtes Gut. Grund sind jedoch nicht hohe Weltmarkt-preise, sondern niedrige Wasserstände und daraus resultierende Transportschwierigkeiten auf den großen Binnenwasserstraßen wie dem Rhein.
Energiepreise und Wasserknappheit sind wesentliche Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung des Clusters Forst und Holz. Während hohe Energiepreise die Entwicklung im Verwendungs-bereich fördern, ist Wasserknappheit eine Bedrohung für die Forstwirtschaft. Kurzfristig kann die Holzverwendung derartige Marktentwicklungen abmildern und langfristig wird der Rohstoff zum entscheidenden Trumpf im Spiel. Wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz stehen sich im Cluster Forst und Holz nicht im Weg und durch seine regionale Verfügbarkeit bietet Holz ein großes Potential zur Krisensicherung.
Daher freut es uns sehr, dass das Bayerische Landwirtschafts-ministerium ein Projekt zur Umsetzung des Maßnahmenplans holzbasierte Bioökonomie genehmigt hat. Im nächsten Jahr werden wir uns intensiv darum kümmern, dass Bayern einen Spitzenplatz in diesem Bereich anstreben kann. Die Einrichtung eines Netzwerks für Holzfaserkompetenz, die Vernetzung der Wissenschaft, die Schnittstellenschaffung zur Land- und Ernährungswirtschaft und die länderübergreifende Zusammenarbeit werden hier konkrete Schwerpunkte sein. Ganz aktuell war das Kooperationsforum "Holz als neuer Werkstoff" eine gute Gelegenheit um über innovative Einsatzmöglichkeiten zu diskutieren.
Aktuell wird die bayerische Cluster-Offensive im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums evaluiert. Für die - mit 40 Prozent Rücklaufquote - überaus hohe Beteiligung der im November durchgeführten Onlinebefragung danken wir allen Akteuren und erwarten Anfang 2019 ein positives Ergebnis als Grundlage für die Beratungen für eine kommenden Förderperiode.
Im Interview gibt Josef Ziegler, der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes einen Ausblick auf die Auswirkungen des forstlichen Krisenjahres 2018.
Wir wünschen Ihnen einen besinnlichen Advent und einen guten Start in das Jahr 2019. Besuchen Sie doch gleich im Januar die neue wood passage auf der Messe Bau in München.
Ihre Clustersprecher
Xaver Haas & Prof. Dr. Hubert Röder
Eines der Kernthemen auf dem Bundes-kongress für Forstwirt-schaftliche Zusammen-schlüsse Mitte Novem-ber in Wernigerode ist der Aufbau erfolgreicher forstwirtschaftlicher Zu-sammenschlüsse gewe-sen. In fünf Arbeits-kreisen haben die Teilnehmer unter anderem Strategien rund um den Kleinstprivatwald und die digitale Zusammenarbeit entwickelt. Die Unternehmenskultur, wie etwa die Pflege eines partnerschaftlichen Umgangs im Cluster, tragen dazu bei, Kalamitätsjahre gut zu bewältigen. In Jahren, wie dem zu Ende gehenden 2018, zeigt sich auch, dass eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist - besonders wenn es darum geht, den Umbau der Bayerischen Wälder in stabile Mischbestände voranzutreiben.